SPEZIELLE INTERPRETATIONEN

Der Inka und die "Vírgenes del Sol"

Szene der "Virgenes del sol" (Sonnenjungfrauen), die dem Inka, Sohn des Sonnengottes huldigen. Frei interpretiert, mit zeitgenössischem Einfluss

Señor de Sipán

Der "Señor de Sipán" war ein mächtiger Herrscher der Moche- Kultur (400 n.Ch.) im Norden Perus.

Er lebt nun hier wieder auf, in seiner ganzen Parcht und in Begleitung eines Priesters und zweier Dienerinnen

KÜSTE

Alcatráz

Ein afroperuanischer Rhythmus, der auf sehr sinnliche Weise den Wettbewerb zwischen den Männern und den Frauen ausdrückt. Man versucht sich gegenseitig mit einer Kerze ein hinten angebrachtes Papiertuch zu verbrennen, was nur durch sehr schnelle Hüftbewegungen verhindert werden kann.

Festejo

Rhythmus und Tanz der schwarzen Bevölkerung Perus. Einst von Sklaven ins Leben gerufen, ist der Festejo ein Beispiel für die Mischung von afrikanischen, europäischen und kreolischen Elementen. Charakteristisch sind die freien, sinnlichen  Bewegungen, die einfach aus purer Freude am Tanz entstanden sind.

Landó (Samba Malató)

Der Landó ist das Resultat der Fusion von peruanischen Elementen mit  dem aus Angola stammenden Lundú. In diesem Fall rekonstruiert der Samba Malató choreographisch die Ausführung der Hausarbeiten schwarzer Wäscherinnen.

Ruperta (Landó)

Das Stück „Ruperta“ ist eine choreographische Umsetzung der Geschichte einer jungen Frau, der ihre Unentschlossenheit in der Liebe zu Verhängnis wird, da sich die Männer von ihr abwenden.

Son de los Diablos mit Zapateo negro

Dieser Tanz entsteht in Lima an den Feierlichkeiten zu Corpus Christi, wird dann jedoch vor allem am Karneval getanzt. Zu dieser Zeit herrscht Narrenfreiheit, so dass man sich sogar über den Teufel lustig machen kann, so stellt der Tanz denn auch Teufelchen dar, die ihrem Anführer nachmarschieren.

Teil der Choreographie sind auch Schritte, die an den Stepptanz erinnern. Begleitet wird der Tanz von Gitarre und Rhythmusinstrumenten wie einer Holzschachtel und einem Eselsgebissv

Vals (Walzer)

Der Wiener Walzer kam von den Europäischen Tanz- Sälen in die Salons der limenischen Aristokratie, wo er begeistert aufgenommen wurde. Innerhalb kurzer Zeit wurde er auch vom einfachen urbanen Volk aufgenommen, wo er verändert und so „peruanisiert“ wurde.

Marinera Limeña

Die Marinera ist der getanzte Flirt eines Paares, der in jeder Region Perus ein bisschen anders aussieht. In diesem Fall aus Lima, ist die Marinera ruhig und elegant, wobei wie überall ein weisses Taschentuch als romantische Sprache benützt wird.

Marinera norteña

Die Marinera aus dem Norden Perus ist die bekannteste und beliebteste. Es wird das romantische Werben eines Mannes um eine Frau ausgedrückt, wobei die kokette Handlung damit endet, dass der Mann der Frau zu Füssen ist. Diese Botschaft wird mit grosser Virtuosität während des ganzen Tanzes gelebt, mit Hilfe der körperlichen  Ausdruckskraft, der Taschentücher, der Rockbewegungen der Frau und durch den Hut des Mannes. Die Marinera ist der peruanische Nationaltanz.

Tondero

Einer der traditionellsten Tänze der Nordküste von Peru, der bis heute in seiner ursprünglichen Form bewahrt wird. Dabei imitieren die Tänzer den Paarungstanz von Vögeln, wobei die gewisse Sinnlichkeit auf die afroperuanischen Wurzeln des Tondero zurückgeht.

Toro Mata

Der Toro Mata (übersetzt: „der Stier tötet“) Ist ein Musik-und Tanzstück afroperuanischen Ursprungs, das zur Art des Landó gehört, und in Peru sehr weit verbreitet ist.
Die Botschaft dieses Stücks ist sehr politisch, beim Tanz werden sowohl mit den Kostümen, als auch mit den Bewegungen die europäischen Eroberer und ihre Tänze parodiert, es handelt sich also um eine Art Protest der schwarzen Bevölkerung.

Zamacueca

Die Zamacueca, früher auch bekannt als “Mozamala” ist ein sehr alter Tanz-und Musikstil der Küste Perus und ist Vorgänger der Cueca, aus Chile, der Zamba aus Argentinien und der Marinera aus Peru.
Viele Theorien verbinden die Zamacueca mit einem alten afrikanischen Fruchtbarkeitstanz, dem Lundu aus Angola, der durch die Sklaven auf den amerikanischen Kontinent gelangte.
Gewisse Schritte und Bewegungen erinnern an den „Vacunao“ aus der afrokubanischen Rumba.
Es ist ein Tanz, der Paarweise getanzt wird und bei dem der Mann versucht, an die Frau heranzukommen um sie zu verführen. Sie provoziert ihn und serviert ihn gleich wieder ab. Dabei spielt der Gebrauch von grossen Stofftaschentüchern eine zentrale Rolle.

SIERRA

Huaylarsh

Es handelt sich um einen sehr bekannten und weit verbreiteten Tanz aus der Andenregion Zentralperus. Er wird an Festen getanzt und hat bäuerlichen Charakter. So werden Bewegungen der Aussaat und der Ernte getanzt, was in den typischen Stampfbewegungen des Huaylarsh sichtbar wird. Getanzt wird er von jungen Leuten beider Geschlechter, wobei der Mann versucht, seine Tanzpartnerin zu beeindrucken.

Valicha (Huayno)

Das Wort „Valicha“ ist das Diminutiv des Namens Valeria. Valeria war einen wunderschöne junge Frau aus Cusco, die einen Musiker inspirierte, ihr zu Ehren diesen Huayno zu komponieren. Dank der typischen Choreographie, der schönen Musik und der beeindruckenden Kostüme ist die Valicha als Tanz auf der ganzen Welt zum Symbol, nicht nur für Cusco, sondern für die ganze peruanische Kultur geworden.

Carnaval de Arapa

Tanz aus dem Distrikt Arapa in Puno. Wie alle Karnevalstänze dieser Region drückt sich hier die Lebensfreude der jungen Hirten aus, die ihren Tanz mit weissen Fahnen verzieren, als Symbol für den Frieden und die Liebe.

Witite

Der Witite ist ein sehr spezieller Ausdruck der Kultur des Colca-Tals bei Arequipa
Dieser Tanz, bei dem die männliche Figur, “Witite” genannt die Hauptrolle spielt, ist eine historische Erinnerung an die Eroberung dieser Gegend durch die Inkas.
Der Legende nach wollte der junge Herrscher aus Cusco die Tochter eines lokalen Häuptlings heiraten.
Um jedoch an diese noblen Damen heranzukommen, mussten er und seine Gefolgsmänner sich als Frauen verkleiden, und auf diesem Weg versuchen, die Frauen zu erobern.

AMAZONASGEBIET

Movido típico

Dabei handelt es sich nicht um einen vorgeschrieben Tanz, sondern eher um eine Allegorie der Yahua- Indianer in ihrer traditionellen Bekleidung. Die Frauen verkörpern die Sinnlichkeit und die Freude, die Männer die Kraft und Geschicklichkeit der Yahuas.